Kundgebung: Gedenken an die Massaker des 7. Oktober 2023 in Israel. Gegen globalen und lokalen Antisemitismus

07. Oktober 2026
17:00 Uhr
Adresse:
Marktplatz vor der Stadtbibliothek, Osnabrück

Vor drei Jahren, am 7. Oktober 2023, verübten die Hamas und ihre Unterstützer das schlimmste Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Schoa. Mehr als 1150 Menschen allen Alters wurden am jüdischen Festtag Simchat Tora brutal ermordet, Frauen und Männer wurden Opfer sexualisierter Gewalt, viele hierdurch zu Tode gebracht. Mehr als 250 Menschen, darunter viele Zivilist:innen und Kinder, wurden als Geiseln genommen. Nicht alle Entführten überlebten, die letzten konnten erst nach 738 Tagen Todesangst und Folter nach Israel zurückkehren.

Die Verbrechen der Hamas und ihrer Unterstützer brachten unendliches Leid, vor allem für die Menschen in Israel und im Gazastreifen, und tun dies bis heute.

Die Verbrechen der Hamas und ihrer Unterstützer brachten großes Leid für Menschen verschiedenster Herkunft. Unter den Opfern waren auch Deutsche.

Die Verbrechen der Hamas und ihrer Unterstützer haben Folgen auch für die Region und hier lebende jüdische Bürger:innen; denn auch in Niedersachsen nahm die Zahl der dokumentierten Fälle von antisemitischem Hassreden und Handeln bis zur Gewalt gegen Jüd:innen und jüdische Einrichtungen nach dem 07. Oktober 2023 sprunghaft zu.

Die politischen und militärischen Reaktionen Israels auf den verheerenden Anschlag werden im eigenen Land kontrovers bewertet. Extreme Positionen, wie die von Itamar Ben Gvir, stoßen auf breite Ablehnung in Israel und bei Jüd:innen in Deutschland und dem Zentralrat der Juden. Hier bei uns werden diese Reaktionen des Staates Israel benutzt, um unter dem Deckmantel vermeintlicher „Palästina-Solidarität” und „Israelkritik“ den Staat Israel zu dämonisieren. Beängstigende Verbindungen aus dem linken und islamistischen Spektrum verklären den 07. Oktober als „Widerstand”, legitimieren Terror und delegitimieren den Staat Israel. Das ist keine Kritik mehr an politischen Entscheidungen und Entscheidern in Israel, sondern Antisemitismus. Kritik ist zulässig, Antisemitismus ist es nicht.

Die Verbrechen der Hamas mit ihren Verbündeten und deren Folgen beinträchtigen bis heute das friedliche Zusammenleben weltweit und auch in Osnabrück. Antisemitismus, aus welchen Teilen der Gesellschaft auch immer, erzeugt auch hier Angst. Das betrifft vor allem Jüd:innen. Eine Folge davon ist aber auch, dass friedfertige Muslim:innen antimuslimischen Rassismus erfahren. Diese Folgen verhindern Dialoge und untergraben den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Gedenken Sie mit uns der Menschen, die in Folge des Terrorangriffs getötet, verletzt und traumatisiert wurden und werden. Setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen Antisemitismus. Gegen Gewalt und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Für ein friedliches Zusammenleben hier in unserer Stadt.

 

Bündnis 7.10.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Assoziation gegen Antisemitismus Osnabrück

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